Beiträge von Turik

    In einem Land vor langer Zeit lebte einmal ein Kobold, er hieß Rüdiger von Laus. Sein Zauberlehrling war nicht gerade der Hellste aber doch konnte er seine Schnürsenkel alleine binden. Rüdiger von Laus konnte aber nicht den Zauber Ignifaxius auf seinen Zauberlehrling anwenden um ihn zu einem schönen, gut aussehenden, schlauen und vor allem fleißigen Gehilfen zu machen. Er war nur noch wegen dem Gold besorgt, darum kam eines Tages der seltsame Gnom und wollte seinen Zauberlehrling als Pfand für seine Gewährung eines Dispositionskredites haben. Aber leider bemerkte auch er nicht, dass es sich nicht lohnt einen Lehrling mit blonden Haaren und blauen, glänzenden Augen, sowie spontaner Inkontinenz


    zu pfänden. Deshalb

    In einem Land vor langer Zeit lebte einmal ein Kobold, er hieß Rüdiger von Laus. Sein Zauberlehrling war nicht gerade der Hellste aber doch konnte er seine Schnürsenkel alleine binden. Rüdiger von Laus konnte aber nicht den Zauber Ignifaxius auf seinen Zauberlehrling anwenden um ihn zu einem schönen, gut aussehenden, schlauen und vor allem fleißigen Gehilfen zu machen. Er war nur noch wegen dem Gold besorgt, darum kam eines Tages der seltsame Gnom und wollte seinen Zauberlehrling als Pfand für seine Gewährung eines Dispositionskredites haben. Aber leider bemerkte auch er nicht, dass es sich nicht lohnt einen Lehrling mit blonden Haaren und


    blauen, glänzenden Augen

    Jahre später…

    Veränderung liegt in der Luft…


    Ich merkte das etwas nicht mehr stimmte, irgendwie war die ganze Sache aus dem Gleichgewicht geraten. Tiere die sich Jagdreviere teilten gerieten plötzlich aneinander, andere Wölfe wurden auch immer Aggressiver. Unser Revier mussten wir auch aufgeben da wie von einem anderen Rudel vertrieben wurden. Wir wurden nicht tödlich verletzt, aber es reichte. Wir zogen immer weiter bis auf einmal ein Schuss viel. Eine plötzliche Panik überkam mich, aber ich wusste nicht warum. Zvestda, Lunaris und ich rannten eine Weile aufgescheucht durch den Wald. Als wir uns wieder gefasst hatten mussten wir und schon wieder gegen andere Wölfe verteidigen. Diesmal ging der Kampf zu unseren Gunsten aus. Wir konnten in einem Waldstück ziemlich nach an einem von Menschen bewohnten Ort bleiben. Allerdings war das auch nicht von ewiger Dauer.


    Es kam der Tag an dem wir keine andere Wahl mehr hatten als in eine Ortschaft zu fliehen oder als Wolfsfutter zu enden. Ich selbst hatte die Scheu eines wilden Tieres angenommen, aber was ich in der Siedlung sah übertraf alle meine wölfischen Ängste. Menschen irrten krank über die Straßen und griffen alles an was sich bewegte, so steuerte, ehe wir uns versahen, eine Gruppe dieser mysteriösen Zweibeiner auf uns zu. Ich rannte in ein Haus dessen Tür offen stand, meine Wölfe mit mir. Hinter uns knallte die Tür ins Schloss und die Kranken kratzten an der Tür. Zeit verging. War das die Zombieapokalypse? Was war mit mir geschehen, war ich Wolf oder Mensch? Plötzlich fielen Schüsse. Drei Leute die auf die Infizierten schossen. Lunaris, Zvesda und ich versteckten uns ganz oben in dem Haus. Die Fremden öffneten die Tür, die durchsuchten das Haus nach allem Wert für sie hatte. Sie waren nicht gerade leise dabei, aber Lunaris und Zvesda blieben ganz still neben mir in einem Schrank versteckt. Wir hörten einen von ihnen nach oben kommen, er durchsuchte auch hier alles, bis er den Schrank öffnete, in dem wir versteckt waren. Voller schreck sprang er zurück und rief panisch: „Wölfe!“. Im selben Moment zog er schon seine Pistole aus seinem Holster und legte auf Lunaris an. Bevor er es schaffte abzudrücken hatte Zvesda ihn jedoch niedergerungen. Er schrie wie am Spieß bis sie ihm in den Hals biss. Ich versuchte die beiden zurückzurufen, doch sie stürmten nach unten zu den anderen beiden Personen. Als ich merkte das ich sie nicht zurückhalten konnte stürmte ich auch die Treppe runter. Einer erschoss direkt auf Zvesda, hinter ihr sprang Lunaris hervor und tötete den Schützen, was er auch mit einem Kopfschuss bezahlte. Blind vor Zorn sprang ich auf den letzten lebenden zu und stach ihn mein Messer in den Hals. Hinter meinem Angriff steckte so viel Kraft, dass ich ihn beinahe geköpft hätte.


    Fassungslos stand ich nun da. Überall war Blut, von Lunaris und Zvesda, von den drei toten Fremden. Und von mir. Ich spürte in diesen Moment zwar keinen körperlichen Schmerz aber ich sah wie mein linker Arm blutete. Mein Blick wanderte von meiner blutenden Wunde zu meinen beiden pelzigen Freunden. Nein, Freunde ist das falsche Wort, sie waren mittlerweile meine Familie. Es genügte nur kurz hinzusehen um sicher zu sein das beide tot waren. Trotzdem kniete ich mich neben ihre Körper und streichelte ihnen sanft mit meiner zittrigen Hand durchs Fell. Noch einmal betrachtete ich meinen blutenden Arm, dann legte ich mich neben die beiden Wolfsleichen, bereit einzuschlafen und ihnen zu folgen. Tatsächlich schlief ich ein und hatte einen sehr merkwürdigen Traum. Lunaris und Zvesda kamen darin vor, aber auch Louis und Hans. Alle vier sind bereits tot, aber sie wirkten so lebendig auf mich. Lunaris und Zvesda schauten mit traurigen Augen zu mir. Hans‘ Stimme konnte ich sagen hören: „So willst du einfach aufgeben? Louis hat auch gekämpft.“, Louis nickte an dieser stelle zustimmend, „Und ich dachte ihr beide wärt Stark wie Soldaten… oder Wölfe.“, Hans blickte zu Lunaris und Zvesda welche ein zustimmendes jaulen von sich gaben. Nun nahm ich Louis Stimme war: „Ihr Tod wäre umsonst gewesen, wenn du aufgibst. Mein Tod… auch.“ Danach wurde wieder alles dunkel um mich herum.


    Langsam begann ich meine wieder Umgebung wahrzunehmen, keine Ahnung ob nur wenige Minuten oder Stunden vergangen waren. Ich merkte das ich auf dem Boden lag, mein Kopf auf Lunaris‘ toten Körper. Ein stechender Schmerz pochte in meinem linken Arm. Es war still, nur heulte draußen leise der Wind. Alles war ins rotgelbe Licht der Abenddämmerung getaucht. Eigentlich hatte ich damit gerechnet nicht mehr aufzuwachen, aber anscheinend war ich noch am Leben. Ich setzte mich vorsichtig auf, den jede Bewegung meines linken Armes schmerzte stark. Mit dem rechten Arm öffnete ich einen Rucksack, der einen der toten Schützen gehörte. Er hatte Stofffetzen dabei aus denen ich mir mit viel Geduld eine Schlinge für meinen schmerzenden Arm bastelte und ihn damit dicht am Körper fixiert zu halten. Auch fand ich eine Wasserflasche und zwei Dosen essen so wie einen Dosenöffner. Trotz des Öffners war es schwierig die Dosen einarmig auf zu bekommen, aber wieder mit Geduld klappte auch das. Nach dem ich gegessen und getrunken hatte fiel mein Blick auf einen Klappspaten, der an dem Rucksack hing. Ich nahm ihn mir und ging damit nach draußen und begann mit einer Hand zu graben. Das war nicht das erste Mal, dass ich einhändig mit so einem Ding ein Loch buddelte. Hans hatte Louis und mich einmal, jeweils eine Hand auf den Rücken fixiert, um die Wette Schützengräben ausheben lassen, und das ganze fünf Stunden lang. Aber das war nichts im Vergleich zu der Anstrengung, die es diesmal war, in meinem Aktuellen körperlichen Zustand. Immer wieder musste ich Pausen einlegen da ich es nicht riskieren wollte wieder bewusstlos zu werden. Irgendwann hatte ich dann zwei Gruben fertig, obwohl die eine deutlich tiefer war. Ich ging zurück ins Haus und packte Lunairs mit meinem Mund und meiner rechten Hand und zog ihn nach draußen, in die tiefere Grube. Auch Zvesda schleifte ich so nach draußen zu ihm. Die toten Schützen zerrte ich in das andere Loch nachdem ich ihnen die Rucksäcke losgemacht hatte. Anschließend schüttete ich die Gräber wieder mit Erde zu. Danach machte ich mich über eine weiter Dose Speck und eine Limonadendose her. Ich ruhte mich noch ein wenig aus bis der Morgen anbrach.


    Aber was jetzt? Ich fasse kurz zusammen was mir durch den Kopf geht:


    Ich weiß nicht genau wie viel Zeit im Wald vergangen ist, meine Papiere habe ich nicht mehr. Ich bin wahrscheinlich irgendwo in Polen oder in der näheren Umgebung. Meine Russisch- und Polnischkenntnisse sind nicht besonders überragend. Außerdem scheint es so als wäre hier irgendwie die Zombieapokalypse ausgebrochen. Zudem sollte ich mir dringend einen Arzt suchen, denn auch wenn ich auch nicht mehr blute wird mich vielleicht eine Wundinfektion töten. Ich selbst schaue nicht viel anders aus als einer der Infizierten, bin überall voll Blut und allgemein etwas… naja, man würde ungepflegt sagen. Ich habe gerade zum ersten Mal Menschen getötet, es war Notwehr würde ich sagen, und dabei habe ich meine einzigen beiden Freunde, nein, ich würde sagen meine neue Familie verloren. Erinnerungen an das was passiert war, bevor ich zu meinen Wölfen fand, überkommen mich. Aber sie sind lückenhaft. Ich erinnere mich an meinen Freund Louis, und an einen älteren Herrn namens Hans. An ein riesiges Gelände im Wald das aussieht wie ein Feldlager und an eine kleine, aber sehr vertraut auf mich wirkende Autowerkstatt. Ob ich diese Orte wiedersehe weiß ich nicht. Ich werde jetzt durch den Ort gehen und nach weniger abschreckender Kleidung in den Verlassenen Häusern sehen, bevor die nächste Horde Zombies hier vorbeikommt. Dann mache ich mich auf zu einem befestigten Punkt, den ich mit meinen beiden Wölfen oft beobachtet habe. Dort hoffe ich auf noch nicht infizierte Menschen zu treffen. Wenn ich mich recht erinnere habe ich dort schon mal ein Fahrzeug mit einem Sanitätskreuz drauf reinfahren sehen.

    Louis und ich hatten lang nicht mehr so viel Spaß wie mit Hans, es gab sogar Tage an denen wir überhaupt keine Lust mehr hatten uns zu treffen. Uns beide nahm die Sache extrem mit. Ich schaffte es wieder nicht mehr zu verbergen wie schlecht es mit wirklich ging worauf meine Eltern mich aus Verzweiflung in eine psychiatrische Klinik brachten. Hier verbrachte ich etwa 2 Monate. Als ich aus der Klinik entlassen wurde luden mich die Eltern von Louis auf einen gemeinsamen Urlaub mit ihrem Sohn ein. Auch meine Eltern hielten das für eine gute Idee. Es ging nach Bialystok. Man denkt sich jetzt, was zum Henker will jemand da? Aber dort in der Nähe fand ein größeres Airsoftspiel statt, das war der Hauptgrund für dieses Reiseziel. Das wäre dann mein erstes großes Event bei dem ich mitspiele, und ob man es glaubt oder nicht, selbst dafür haben meine Eltern einen Muttizettel ausgefüllt. Zudem hatten die Erwachsenen einige Aktivitäten wie eine Wanderung, zwei Museumsbesuche und einen freien Tag geplant. An dem freien Tag durften Louis und ich alleine durch die Stadt und einer Aktivität unserer Wahl nachgehen. Als erstes war das Spiel, welches eine Woche dauerte, mit Übernachtung auf dem Spielfeld, es war großartig. Die Museen waren nicht so der Hit aber ok. Die Wanderung war wiederum lustiger als erwartet.


    An unserem freien Tag, den letzten Tag vor dem Heimflug, planten wir ein Lostplace-Abenteuer. Das Ziel war eine uralte verlassene Industrieanlage im Wald. Mittlerweile im Wald, da alles überwuchert wurde im Lauf der Jahre. Es war deutlich abseits gelegen so dass wir Probleme hatten mit unseren Fahrrädern, die wir geliehen hatten, hin zu kommen. Nach einem interessanten Streckenabschnitt im Gelände fanden wir einen Feldweg, der uns direkt zum Gebäudekomplex führte. Wir hatten eigentlich mehr Zerfall erwartet als wir vorfanden. Uns überkam ein ungutes Gefühl, aber trotzdem stiegen wir von unseren Rädern und betraten die verlassenen Hallen. Zuerst wirkte alles wie an einem Lostplace eben, etwas Moos, ein bisschen Schimmel, eine heruntergebrochene Decke im Büro spuren von Kabeldieben und Vandalismus. Diese Industrieanlage war unterkellert, allerdings war dieser größtenteiles mit Wasser vollgelaufen. In einem anderen Raum fanden wir noch relativ neue Hubwägen und der Dreck am Boden zeigte das diese anscheinend benutzt wurden. Sofort überkam uns wieder das ungute Gefühl das wir schon draußen hatten, nur diesmal noch viel stärker. Während ich schon genug hatte wollte Louis noch weiter gehen. Letztlich folgte ich ihm. Wir kamen an eine Tür die rechte neu wirkte, als würde sie nicht hierher gehören. Anstatt zu öffnen lauschten wir kurz. Louis hatte einen Crashkurs in Polnisch durchlaufen wegen seiner Eltern und dem Spiel, aber ich habe nur ein paar Wörter auf dem Spielfeld mitnehmen können. Man hörte wie einige Personen aggressiv fragen stellten und eine andere Stimme schon fast flehend antwortete. Dann ein lauter Knall, nein, nicht nur ein Knall, es war ein Schuss! Nicht nur ein Schuss, er war gefolgt von dem Geräusch eines zu Boden fallenden Körpers. Ich war so erschrocken das ich wohl einen kleinen Schrei von mir gegen habe, Louis schrie nur: „Lauf um dein Leben!“ Wir rannten, sie hatten uns gehört. Sie riefen uns auf Polnisch etwas hinterher aber wir rannten weiter, immer wieder fielen Schüsse in unsere Richtung. In der verwinkelten Ruine trafen sie uns nicht. Dann waren wir wieder am Waldrand und somit auch am Rand des Gebäudekomplexes angekommen. Wir rannten einfach in den Wald da wir etwas Vorsprung hatten. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich würde sagen irgendetwas hat noch vollautomatisch in unsere Richtung geschossen und dann wurde es erstmal still. Wir waren über einige steile Felsen einen gewaltigen Hang hinab geklettert, ober besser gesprungen, halb gefallen. Ich sah kurz an meinem Körper entlang, aber ich war auf den ersten Blick unversehrt. Dann sah ich zu Louis, er blutete stark am rechten Bein, sehr stark. Sein Gesicht war schneeweiß. Er zog aus seiner Tasche ein Messer, ich weiß das er es von seinem Großonkel geschenkt bekommen hat. Er drückte es mir in die Hand und sagte behalte es, du wirst es brauchen. Eine Sekunde später konnte man schon wieder die Stimmen unserer Verfolger im Wald hören. Ich wollte Louis meinen Gürtel um das Bein binden, um die Blutung zu stoppen doch im selben Moment wurde er Bewusstlos. Die suchenden Stimmen waren noch etwas entfernt. Als sich sein Bein soweit hatte zog ich seinen Körper noch einige Meter an der Felswand entlang, bis zu einen etwas größeren Spalt, in dem ich mich versuchte zu verstecken. Trotz meinem Versuch die Wunde abzuschnüren verlor Louis weiter Blut. Ich versuchte ihn wachzurütteln, vergeblich. Die Stimmen kamen immer näher. Ich versuchte Louis Puls zu fühlen, doch ich konnte ihn nicht ertasten, allerdings war ich darin nie besonders begabt. Als ich seine Atmung prüfte hielt ich jedoch selbst kurz den Atem an, da war auch nichts mehr. Louis war tot… Im Hintergrund hörte ich die bewaffneten die Wand herunterklettern. Ich war mir sicher sie würden der Blutspur folgen. Ich schloss Louis die Augen und lief davon, dicht an der Wand so schnell ich konnte. Nach einer weile bog ich dann in den Wald ein. Louis Leiche musste mir wohl einen zeitlichen Vorsprung verschafft haben.


    Ich rannte ewig, gefühlt. Ich weiß nicht was dann passiert ist. Meine nächste Erinnerung ist das ich tief im Wald hungrig aufgewacht bin. In meiner nähe war ein Fluss der klares Wasser führte. Ich folgte den Fluss eine weile ohne Ziel als ich ein winseln hörte. Ich dachte ich sah einen sehr jungen ausgesetzten jungen Hund der da jaulte. Als ich auf das Tier zuging lief es weg, aber nicht weit. Es blieb dann stehen und winselte weiter. Dieses Tier wirkte genau so verzweifelt wie ich. Es führte mich durch den Wald, auf einen Fellhaufen zu. Der Fellhaufen war gar kein Fellhaufen sondern ein Wolf, ein toter Wolf. Heulend blieb das Jungtier neben dem toten sitzen. Vorsichtig näherte ich mich dem Leichnam. Es war der Körper eines weiblichen Tiers, mit der linken Vorderpfote in einer Falle gefangen und dann elendigst verendet. Ich versuchte mich dem kleinen Wolf nun vorsichtig zu nähern, doch dieser wich stets zurück. Ich ließ ihn dann erstmal ihn ruhe, öffnete aber die Falle am Fuß des Muttertiers und nahm diese mit. Den Kadaver ließ ich zurück, den kleinen Wolf auch. Unweit fand ich eine kleine Höhle mit erdigem Boden. Darin baute ich mir eine Art Unterschlupf. Vor der Höhle errichtete ich eine kleine Feuerstelle. Nicht weit entfernt stelle ich die Falle wieder auf. Gut fühlte ich mich dabei nicht, aber der Hunger brachte mich dazu. Die Falle war relativ alt und lag dort vermutlich schon ewig, sie war auch etwas schwergängig, der Wolf hatte wohl einfach Pech. Danach baute ich mir einen improvisierten Bogen und suchte nach ein paar essbaren Beeren.


    Zwei Tage später hatte ich bereits Glück. Zwar war kein Tier in meine Falle getreten doch konnte ich ein Reh in einiger Ferne stehen sehen. Ich legte mit meinem selbstgebauten Bogen an und schoss, direkt in den Hals. Auch der zweite Pfeil traf, allerdings nur am Po. Wieder einmal rannte ich als ginge es um mein Leben, diesmal dem Reh hinterher. Es hatte funktioniert, weit kam es nicht mehr bis es zusammenbrach. Mit dem Messer von Louis tötete ich das schwer verletzte Tier. Ich trennte so viel Fleisch wie möglich ab und brachte es zu meinem Versteck, jedoch ging mir der Wolfswelpe nicht mehr aus dem Kopf. Nachdem ich mich gesättigt hatte und das restliche Fleisch über meiner Feuerstelle gegart hatte nahm ich einen kleinen Teil, den ich roh gelassen hatte. Ich ging dort hin wo das tote Muttertier lag, und tatsächlich, der Welpe war noch in der Nähe, aber er winselte nicht mehr. Auch lief er nicht mehr weg, er schien völlig entkräftet. Bis auf einen Meter konnte ich mich im nähern, dann knurrte er. Ich nahm einen sehr langen Stock, spießte ein Stückchen Fleisch daran auf, legte mich auf den Boden und schob es vorsichtig zu dem Wolf. Nach einer Weile schnupperte der kleine daran, kurz darauf begann er zu fressen. Ich gab ihm alles was ich mitgebracht hatte. Danach zog ich mich in mein Versteck zurück. Auch am nächsten Tag kam ich wieder an die Stelle, doch heute war der junge Wolf weg. Ich hoffte das das Tier in der Nähe war und legte etwas von dem gegarten Fleisch auf den Boden. Einige Zeit wartete ich versteckt doch als nichts geschah kehrte ich zur Höhle zurück.


    Einige Tage vergingen, ich hatte zusätzlich ein paar improvisierte Kleintierfallen aufgestellt, alles dinge die uns Hans beigebracht hatte. Jeden Tag brachte ich Fleisch an die stelle wo die tote Wölfin lag, jeden Tag holte es sich jemand als ich weg war. An diesem Morgen jedoch war es anders. Der junge Wolf saß früh vor meiner Höhle. Als ich mich bewegte wirkte er schüchtern, aber er lief nicht weg. Ich nahm das letzte bisschen gegartes Fleisch, kein Reh mehr sondern Waschbär, und gab es dem Wolf. Er fraß es nicht sondern nahm es mit. Heute hatte ich nur ein Eichhörnchen fangen können, aber ich aß nichts von dem Fleisch, ich behielt es für meinen Freund. Ab jetzt kam der Wolf jeden Tag wieder, ich selbst ernährte mich Hauptsächlich von irgendwelchen Beeren oder Fischen die ich aus dem Bach hatte. Die gefangenen oder gejagten Kleintiere bekam der Wolf. Wieder Tage später kam der Wolf zu mir, doch diesmal nicht allein. Er war in Begleitung eines zweiten Tieres, vermutlich ein Geschwisterchen. Die beiden blieben bei mir, wurden irgendwann größer…


    Die Zeit verging, ich wurde den beiden immer ähnlicher. Ich hatte ihnen Namen gegeben, Zvesda und Lunaris. Ich trainierte meine Beweglichkeit, Ausdauer und Geschwindigkeit. Die Wölfe brachten mir das Jagen bei, als ob das bei ihnen eine angeborene Fähigkeit ist. Ich fand bei ihnen Wärme, Vertrautheit, Sicherheit und ein neues zu Hause. Irgendwann vergaß ich einfach was eben noch passiert war, aber auch wer ich war und dass ich ein Mensch war

    Eigentlich dachte ich schlimmer kanns nicht werden, doch habe ich auch nie versucht mir das Schrecklichste was passieren kann vorzustellen, einen meiner Freunde zu verlieren. Nach etwa zwei Jahren die wir nun schon das Waldgrundstück von Hans unsicher machten kam er nicht mehr so oft mit zum Spielen, Louis und ich waren uns sicher das es ihm nur zu Langweilig wurde uns immer die selben Marschlieder singen zu lassen oder uns mit einer Airsoft zu beschießen während wir versuchten Gräben zu erweitern und zu befestigen. Es war ein ganz normaler Tag an den wir Hans besuchten, doch schon als wir zur Tür hereinkamen merkten wir das etwas nicht stimmt. Hans erklärte uns, dass er sich schon seit einiger Zeit nicht mehr so Gesund fühlte und dass er uns damit eigentlich nicht belasten wollte. Es schallt mir immer noch in den Ohren wie er zu uns sagte: „Ich habe Krebs. Und ich werde daran auch sterben.“. Er meinte er wüsste nicht wie viel Zeit ihm noch bliebe, aber maximal zwei Jahre meinten die Ärzte. Danach ließ er uns wissen das er vor hatte diese beiden Jahre voll auszukosten und wieder öfter mit uns in den Wald zu gehen, er würde lediglich nicht mehr so laut wie ein zorniger Oberfeldwebel uns Befehle entgegen zu rufen. Tatsächlich wurden die Tage die wir in unserem mittlerweile doch recht gut ausgebauten Feldlager verbrachten ruhiger. An sich war unser Waldstück zu einem echt tollen Airsoftgelände geworden, aber es fanden ja nie offizielle Spiele dort statt. Auch Harald beschäftigte uns nun mehr, auch damit Hans sich mehr schonte. Wir waren nun oft mit in Harald’s Werkstatt wo er uns alles Mögliche beibrachte, man könnte schon sagen er bildete uns zu Mechatronikern aus. Er zeigte uns auch seltene Fehler und Probleme die auftreten konnten und ließ uns nach einiger Zeit auch mal selber Schrauben, sogar an den Autos von Kunden. Louis und ich machten das gern. Harald meinte immer wir beide wären Naturtalente.


    Zu meinem 16. Geburtstag hatte diesmal Hans ein ganz besonderes Geschenk. Ich wusste von nichts, Louis‘ Eltern oder meine wussten auch nichts. In der Vergangenheit hatte Hans uns schon immer wieder kleine Tricks gezeigt, zumindest meinte er es wäre nichts weiter Gefährliches, wenn man beispielsweise Eisenoxid und Aluminiumpulver mischt und anzündet, oder eine Glasflasche nur mit Streichholzköpfen befüllt, mit einer improvisierten Lunte versieht und dann wie eine Granate wirft. Als wir also nach meinem Geburtstag wieder mit Hans in den Wald fahren wollten bat er Louis und mich zuerst mit auf den Dachboden zu gehen. Dort oben waren einige schmale Gänge, durch die man gerade so durchgehen konnte und links und rechts davon lag eine Riesen Menge Gerümpel. Niemand kannte sich hier wirklich aus, nur Hans schien exakt zu wissen was wo liegt. Er hatte uns hier schon stolz seine alte Uniform präsentiert, oder alte Orden. Auch eine Stolze Messersammlung schlummerte hier oben. Verschiedene Pulver an verschiedenen Orten die allein wirklich ungefährlich waren, Jagdtrophäen wie zum Beispiel Elefantenhauer, und sogar eine funktionsfähige Schrotflinte, von der wir aber nur wussten weil Harald sie gefunden hatte waren hier oben. Hans beteuerte immer er hätte doch gar keine Munition dafür, doch eigentlich glaubten wir ihm das nicht. Wir blieben vor einem alten Schrank stehen, vor dem eine alte Gardine herunterhing. Er Zog den Stoff vorsichtig beiseite und öffnete den Schrank in dem eine alte, schon leicht angerostete, aber dennoch funktionsfähige Handpresse Stand. Ganz unten im Schrank war eine Schublade mit zwei Kartons. Hans ließ uns wissen das er für jeden Ernstfall vorbereitet sei, und das hier würde er uns zwei zeigen da er es Harald nicht wirklich erklären möchte. In dem einem Karton waren Geschosse, in dem anderen Hülsen. Er erklärte uns wie man Schwarzpulver selbst herstellt und zeigte uns wie man Munition herstellte. Er bestand darauf das wir auch unsere eigenen Kugeln herstellen mussten. Ewig Zeit hatten wir hierfür jedoch nicht da Harald, der uns ja zu unserem Waldgelände bringen wollte unten wartete. Ich denke er war es gewohnt das Hans uns öfter mal etwas Verrücktes aus seinem Sammelsurium zeigte. Wir waren so fasziniert davon das Hans so etwas besaß das wir gar nicht merkten das der alte Herr einige Kugeln in seine Taschen gesteckt hatte. Auch wenn er Körperlich krank war hatte er immer noch einen glasklaren Verstand. Also fuhren wir in den Wald, immer noch nichts ahnend. Harald musste eben etwas erlegdigen nachdem er uns zum Gelände gebrachte hatte so das wir etwa eine halbe Stunde allein mit Hans waren. Da sich sein Zustand über die Zeit wirklich verschlechterte, hatten Louis und ich einen ebenen Weg gebaut damit Hans auch anfangs mit seinem Rollator, mittlerweile mit seinem Rollstuhl gut vorankam. Kurze strecken konnte er gehen und auch wenn es nicht zu lange war stehen, aber einen ganzen Nachmittag hätte er unmöglich durchgehalten. An diesem Tag ging es ihm aber verhältnismäßig ausgezeichnet. Harald war gerade weg als wir unsere Airsofts auspacken wollten, da unterbrach uns Hans. Er kündigte an er habe noch ein geheimes Geschenk für mich, ich soll einmal in seine Waffentasche schauen. Zuerst dachte ich er würde mir eine neue Waffe schenken, räumte den Gedanken aber sofort wieder bei Seite, denn dann hätte er nicht gewartet bis er mit uns allein ist. Ich öffnete die Tasche und musste zwei Mal hinsehen. Hätte ich nicht den leichten Modergeruch des Dachbodens und den Duft von Ballistol wahrgenommen hätte ich es nicht geglaubt. Da lag definitiv keine Airsoftwaffe drin. Jetzt wurde mir auch klar warum Hans uns vor kurzem hatte so viele Sandsäcke aufschichten , und davor übungsziele aufstellen lassen. Er hatte wohl da schon geplant die Schießbahn nicht nur für Airsoft zu verwenden. Es war eine echt gut gepflegte MP40, mitsamt Magazin. Louis und ich blickten ungläubig zu Hans welcher bereits die Munition aus seiner Hosentasche geholt hatte. Locker meinte er nur es wäre ein Geschenk, dass wir heute damit schießen dürfen. Uns hatte es die Sprache verschlagen Hans grinste nur. Schon begann eine Diskussion das wir damit definitiv nicht durch den Wald feuern würden. Allerdings gewann er diese Debatte recht schnell da er sich nicht aufregen sollte und wir uns ernsthafte sorgen um seine Gesundheit machen mussten, wenn wir es nicht getan hätten. Wie ließen uns extra viel Zeit als wir die Waffe aus der Tasche nahmen und das Magazin befüllten, unsere Hoffnung war das Harald rechtzeitig wieder kommt, bevor die Sache aus dem Ruder läuft. Doch wie immer wenn Hans uns etwas zeigen wollte was nicht ganz legal war, war die Zeit auf seiner Seite. Louis machte den Anfang. Er hatte Hans extra drei Mal gefragt ob er die Waffe richtig hält, doch das brachte kaum Zeit. Jeder von uns sollte ein Magazin leerschießen, doch nachdem Louis fertig war und ich das Magazin neu befüllen wollte hörten wir Haralds wagen herfahren. Sofort Packten wir die Waffe wieder in eine der unzähligen Taschen in denen normalerweise nur Airsofts lagen. Kaum hatten wir unsere „ungefährlichen“ Waffen wieder in der Hand tauchte Harald bei uns auf. Er sagte nichts, auch wenn ich bis heute nicht glaube das er nicht merkte was wir gemacht hatten.


    Auch die nächsten Tage ging es Hans wieder besser. Er bestand darauf, dass wir ihn jeden Tag besuchen, und wenn wir nur zum Kaffee kamen und uns seine Kriegsgeschichten anhörten. Das ging etwa zwei Wochen so. Es war ein Samstag, ich war mit dem Fahrrad zu Louis gefahren, zusammen wollten wir dann weiter zu Hans. Als ich ankam standen Louis und Harald bereits draußen und warteten auf mich. Sie teilten mir mit das unser bester Freund gestern Nacht zusammengebrochen war. Louis Mutter fand ihn an diesen Morgen. Er war nun im Krankenhaus und wir fuhren gemeinsam dahin, deshalb warteten sie auf mich. Es war schrecklich, Hans lag da im Krankenbett und sah uns an, aber er bewegte sich nicht, sagte nichts. Seinem blick nach hatte er wohl starke Schmerzen, aber er lebte noch. Die Ärzte meinten nur sie hätten ihm das maximale verabreicht was sie verabreichen durften. Als die Besuchszeit offiziell endete weigerten Louis und ich uns zu gehen. Selbst Harald konnte uns nicht dazu bewegen das Krankenzimmer freiwillig zu verlassen, zumal die Ärzte davon ausgingen das er die Nacht nicht mehr überlebt. Irgendwie schaffte Harald es uns noch eine weiter halbe Stunde Zeit zu verschaffen uns zu verabschieden, aber wir mussten versprechen dann widerstandslos zu gehen. Kurz bevor die Zeit um war nahmen wir Hans‘ Hände, Louis die rechte, ich die linke, ganz, ganz Vorsichtig. Wir verabschiedeten uns mit ein paar letzten netten Worten. Als wir seine Hände wieder losließen wurde die Linie, die seinen Herzschlaaufg zeichnete plötzlich zu einem geraden Strich. Eine weite halbe Stunde später haben wir dann das Krankenhaus verlassen.

    Name: Alicia Wolf

    Alter: 22

    Herkunft: Deutschland

    Beruf: keiner


    Ich wuchs in einem kleinen Dorf in Bayern mit meinen beiden Geschwistern, Vanessa und Vinzent, zwei Katzen, Minka und Seppel, so wie meinen Eltern, Helga und Karl auf. Wir hatten ein eigenes Haus mit einem großen Garten. Mit meinen Geschwistern verstand ich mich mal einen Tag gut, den anderen wieder schlecht, aber ich denke das ist normal. Freunde hatte ich kaum welche, damals verstand ich nicht warum, ich war eben einfach anders als die anderen Kinder. Ich war immer besonders verträumt aber auch sehr kreativ dadurch. Ich denke das die anderen gemerkt haben das ich etwas anders denke als sie. Ich war sehr neugierig und relativ klug, machte aber nie mehr als nötig da ich auch ein wenig faul war.


    Im Kindergarten wollte schon niemand mit mir spielen, meinen ersten richtigen Kumpel, Louis hieß er, lernte ich in der Schule kennen. Er war zwei Jahre älter als ich, ging daher auch nicht mit mir in eine Klasse. Ihm ging es ähnlich wie mir, er war auch oft allein, aber immerhin ließen sie ihn in Ruhe. Ich war es schon vom Kindergarten her gewohnt das keiner mit mir was zu tun haben wollte und man cool war, wenn man mich verspottete. Louis und ich lernten uns kennen als die anderen Kinder mich mal wieder fertig machen wollten, ich weiß es noch wie gestern, als sie im Kreis um mich herumstanden und mich hin und her geschubst haben, ganz in der Ecke des Pausenhofs. Ich war noch in der ersten Klasse. Louis kam plötzlich dazu, und schubste den Anführer der Gruppe weg und fragte ihn ob ihm das Gefällt. Zwischen der ganzen Gruppe und ihm gab es dann eine kleine Schlägerei bis die Lehrer die Parteien trennten. Nachgefragt warum wurde nie. Immer haben sie weggeschaut, ob Lehrer oder Kindergärtner… es war immer das gleiche. Alicia ist eben ein schwieriges Kind, das nur ärger macht, und dieser Louis auch… dabei haben wir uns nur verteidigt. Nach diesem Vorfall wurden wir recht schnell freunde.


    Wir fanden heraus das unsere Interessen gar nicht so verschieden waren. Ich war nicht das typische Mädchen das Pferde und glitzerkram toll fand. Viel lieber spielte ich auf dem Autoteppich meines Bruders oder mit Louis‘ Spielzeugsoldaten. Aber es gab noch etwas was uns beide faszinierte, die Autowerkstatt von Louis‘ Vater Harald. Louis durfte oft seinem Vater über die Schultern schauen, ich musste mir erst sein Vertrauen verdienen. Nach dem ich etwa zwei Jahren mit Louis befreundet war kann Harald zu uns, als wir gerade in seinem Zimmer waren und spielten, er meinte zu mir ich sei anscheinend ganz ok und ob ich einmal seine Werkstatt sehen möchte. Die Werkstatt war klein, hatte gerade einmal zwei Bühnen und lag gegenüber vom Wohnhaus. Für mich war das zu diesem Zeitpunkt etwas ganz Besonderes. Ich war jetzt neun Jahre alt. Meine Faszination könnte ich nicht verbergen. Auch konnte man Harald anmerken das die Werkstatt neben seinem Sohn sein ganzer Stolz war. An diesem Tag erklärte er uns auch, oder besser gesagt mir, an einem Model wie Ottomotor funktioniert.


    Als Louis dann in die fünfte Klasse kam wechselte er auf eine andere Schule. Zwar war es nun schwerer die Streiche und Gemeinheiten der anderen Schüler zu überstehen, aber unsere Freundschaft war unzertrennlich. Louis wohnte praktisch im Nachbardorf und meine Mutter hatte mir erlaubt mit dem Bus nach der Schule zu ihm zu fahren. Am Abend holte mich dann entweder mein Vater ab oder Harald brachte mich nach Hause. Wenn ich nicht bei Louis war, und er auch nicht bei mir zu besuch, was so wie so selten war, weil er einfach die cooleren Spielsachen hatte, war ich meistens allein in meinem Zimmer und spielte mit Lego oder malte. Als Louis 14 Jahre war, und ich 12, entdeckte er ein neues Hobby, Airsoft spielen. Das Problem an der Sache war nur das es zum einen erst ab 14 Jahren erlaubt war und dann braucht man einen Muttizettel, also eine Einverständniserklärung der Eltern. Diesen Muttizettel würde ich aber niemals bekommen, von meiner Mutter nicht und von meinem Vater schon zweimal nicht. Zumindest braucht man den auf offiziellen Veranstaltungen. Aber Louis hatte auch hierfür eine Lösung, wie spielten einfach in seinem Zimmer, zumindest so lange, bis seinen Vater hereinkam. Ich glaube ich habe Harald noch nie so sauer erlebt. Er hatte Louis doch ausdrücklich verboten mit diesen Spielzeugwaffen im Haus herumzuschießen. Eigentlich unterstütze er das Hobby seines Sohnes, fuhr sogar mit ihm auf Spiele, die teilweise weiter weg waren. Seine Mutter war da genau so locker, auch sie ging ab und zu mit auf ein Spiel. Als sich die Elternpartei wieder beruhigt hatte, machten sie einen Vorschlag. Louis‘ Großonkel Hans, ein schon 94 Jahre alter Mann besaß ein großes Waldstück. Ich selbst war noch nie mit zu besuch bei Hans, aber Louis besuchte ihn regelmäßig. Louis war der kleine Liebling von Hans, allerdings war Hans auch keine einfache Person. Er selbst hatte nie Kinder, warum habe ich nie erfragt, aber für Harald war Hans immer wie ein Opa und für Louis wie ein Uropa gewesen. Was ihn so besonders machte war, nun ja, dass er immer von der „Guten alten Zeit“ sprach, in der noch Zucht und Ordnung herrschte. Auch war er stolz darauf damals gedient zu haben. Gleichzeitig war der Herr noch so klar im Kopf und so klug das er sich nicht öffentlich so äußerte. Insgesamt war er für sein hohes Alter noch sehr gesund und fit. Als dieser Senior erfuhr was wir in seinem Waldstück vorhatten fraget er nur ob er das dann auch einmal ausprobieren darf und wann wir anfangen. Harald kümmerte sich um einen kleinen Zaun und darum das nicht gleich das SEK den Wald durchkämmt wenn wir dort spielen. Hans hielt auch sein Wort und spielte mit. Dabei mussten wir aufpassen das der gute Mann sich nicht übernimmt, was dann damit endete das wir unter seinem Kommando meterlange Schützengräben ausheben mussten. Trotzdem hatten wir den Spaß unseres Lebens. Eigentlich waren wir fast nie nur zu zweit im Wald. Entweder waren Freunde von Louis mit dabei oder Hans, dessen neues Hobby es war uns wie Rekruten durch den Wald zu scheuchen. Zu meinem 14. Geburtstag schenkte Louis mir meine erste eigene Airsoftwaffe, allerdings musste diese auch bei ihm bleiben da meine Eltern ausgetickt wären, wenn ich sie mit nach Hause gebracht hätte. Eigentlich erzählte ich meinen Eltern gar nichts davon, weil ich zu viel Angst vor ihrer Reaktion hatte.


    So wie so war ich viel lieber wo anders als zu Hause, meine Eltern machten ständig nur Vorschriften und beschwerten sich das mein Zimmer aussieht wie Dresden 45. Mittlerweile hatten sie auch rausbekommen was Louis und ich im Wald veranstalteten und wie Hans drauf war. Zuerst wollten sie mir verbieten da nochmal hin zu gehen, doch letztlich wussten sie genau dass die beiden meine einzigen Freunde waren die ich hatte. Auch Hans war mittlerweile ein richtig guter Freund geworden. Mit meinen Geschwistern hatte ich auch nicht viel zu tun, meiner großen Schwester war ich zu peinlich und mein kleiner Bruder war mir zu nervig. So wie so war es für mich schwierig wenn ich nicht gerade bei Louis war und beschäftigt war. Der Druck in der Schule wurde immer größer. Auf der einen Seite der Leistungsdruck, weil meine Eltern besser Noten erwarteten, vor allem im Englisch und Erdkunde. Das ich aber in Mathematik und Geschichte sehr gut war sagten sie nie. Auf der anderen Seite waren da die Gemeinheiten der Mitschüler. Mobbing und Schläge waren mittlerweile an der Tagesordnung. Auf die Idee mich zu wehren kam ich nicht, da ich früher dafür immer bestraft wurde. Ich versuchte zu schweigen, mir nichts anmerken zu lassen, doch wurde ich Krank davon. Ich musste mich übergeben, wenn ich wusste ich muss am nächsten Tag zur Schule und konnte nichts mehr essen. Meine Eltern schleppten mich zu einem Kinderpsychologen und versuchten es mit Tabletten. Medikinet hieß das Medikament. Am Anfang hatte ich keine Nebenwirkungen, doch meinte meine Psychologin, meinte es würde noch nicht so wirken wie sie sich das Vorstellte. Sie erhöhte die Dosierung und dadurch, wie soll ich das beschreiben, ich würde sagen es drehte sich die Wirkung um. Ich hatte Panik und verspürte den Drang mich umzubringen, es war so stark und unnormal das ich deshalb zu meinen Eltern ging, ich hatte Angst das ich die Nacht nicht überlebe. Ich habe diese Nacht dann mal wieder bei meinen Eltern im Schlafzimmer verbracht, und das mit 14. Seitdem habe ich eine Abneigung gegen jegliche Medikamente, vor allem gegen Tabletten entwickelt. Meine Eltern hatten keine Chance das ich noch einmal Psychopharmaka nehmen würde. Als alternative musste ich einmal die Woche zur Psychotherapie. Aber wirklich geholfen hat das nicht, es hat nur bewirkt das ich die Probleme noch mehr versucht habe zu verstecken.

    In einem Land vor langer Zeit lebte einmal ein Kobold, er hieß Rüdiger von Laus. Sein Zauberlehrling war nicht gerade der Hellste aber doch konnte er seine Schnürsenkel alleine binden. Rüdiger von Laus konnte aber nicht den Zauber Ignifaxius auf seinen Zauberlehrling anwenden um ihn zu einem schönen, gut aussehenden, schlauen und vor allem fleißigen Gehilfen zu machen. Er war nur noch wegen dem Gold besorgt, darum kam eines Tages der seltsame Gnom und wollte seinen Zauberlehrling als Pfand für seine Gewährung eines Dispositionskredites haben. Aber leider bemerkte auch er nicht, dass es



    sich nicht lohnt

    In einem Land vor langer Zeit lebte einmal ein Kobold, er hieß Rüdiger von Laus. Sein Zauberlehrling war nicht gerade der Hellste aber doch konnte er seine Schnürsenkel alleine binden. Rüdiger von Laus konnte aber nicht den Zauber Ignifaxius auf seinen Zauberlehrling anwenden um ihn zu einem schönen, gut aussehenden, schlauen und vor allem fleißigen Gehilfen zu machen. Er war nur noch wegen dem Gold besorgt, darum kam eines Tages der seltsame Gnom und wollte seinen Zauberlehrling als Pfand für seine Gewährung eines Dispositionskredites haben. Aber leider


    bemerkte auch er

    In einem Land vor langer Zeit lebte einmal ein Kobold, er hieß Rüdiger von Laus. Sein Zauberlehrling war nicht gerade der Hellste aber doch konnte er seine Schnürsenkel alleine binden. Rüdiger von Laus konnte aber nicht den Zauber Ignifaxius auf seinen Zauberlehrling anwenden um ihn zu einem schönen, gut aussehenden, schlauen und vor allem fleißigen Gehilfen zu machen. Er war nur noch wegen dem Gold besorgt, darum kam eines Tages der seltsame Gnom und wollte


    seinen Zauberlehrling als

    Kommt nach dem L nicht erst ein M, weil Gemli mit dem N weiter gemacht hat? Habe grad selber fast gedacht das ist das letzter Buchtsabe erster Buchstabe spiel xD


    Ich mach dann einfach mit einem Wort mit M weiter damit wir das nicht auslassen


    Mondfinsternis