Vladimir K. - Chernarus und zurück

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  • In einem Pub zwischen Sinystok und Topolniki, sitzt Vladimir. Im ersten Stock, auf seinem Schlafsack hat er es sich gemütlich gemacht. Der Kamin ist kalt, aber der Herbst ist zum Glück noch sehr warm. Die Sonne scheint durch eines der Fenster. In den Sonnenstrahlen tanzt der Staub. Er schreibt auf mehrere lose Papierseiten um seine Gedanken zu ordnen.


    <Die letzten Wochen verschwimmen irgendwie seltsam. Die Erinnerungen sind verdreht und ich verliere mein Zeitgefühl. Vielleicht ist es das allein sein oder der unregelmäßige und wenige Schlaf.

    Ich vermisse sie immer noch sehr. Wenn ich die Augen schließe sehe ich Natasha vor der Jukebox in unserem Lieblingspub tanzen.

    Plötzlich knallen ihre Fäuste in meiner Erinnerung gegen die Türe der Zelle. Ihr, von Wut, zu einer Fratze verschobenes Gesicht versucht mich durch das Fenster der Tür zu beißen.Selbst meine schönen Erinnerungen werden von diesem verdammten Virus infiziert. Es ist schwer diese Maske der guten Laune aufrecht zu erhalten. Deshalb suche ich lieber die Einsamkeit.


    Die letzten Tage waren voller Erfolge. Ich habe Waffen, Munition und Nahrung gefunden. Sogar ein Auto konnte ich soweit Fahrbereit machen nachdem ich warscheinlich die einzige Zündkerze in Severograd gefunden habe. So viele tote Zombies wie um den Schuppen rum lagen, hatte ich eigentlich jemand erwartet der blutüberströmt da drinn liegt, aber stattdessen lag da nur diese Zündkerze. Ich schnappte sie schnell und nahm die Beine in die Hand.

    Gerade als ich den Wagen startklar gemacht habe, empfing ich den Funkspruch von Dimitri.

    Also fuhr ich mit meiner neuen Olga direkt nach Nadeshda. Ich lernte dort lauter geschäftstüchtige Leute kennen.


    -Grey, ein typischer Amerikaner, der behauptet er hätte eine Firma, welche mit Waffen handelt.


    -Dimitri, ein sehr gastfreundlicher Ukrainer, der guten Vodka brennt.


    -Einen seiner Aufpasser desen Namen ich vergaß. Er wurde wohl ziemlich übel zu gerichtet und kann deshalb nicht mehr sprechen.


    -Nicht zu vergessen, die Dame des Hauses, Katharina... ...ebenso hübsch wie gefährlich.


    Nachdem ich reichlich Vodka getrunken hatte, ließ ich mich breit schlagen, in Nadeshda zu übernachten.


    Als ich wieder erwachte war es schon später Vormittag. Ich machte es wie früher. Bevor mir jemand Frühstück ans Bett brachte packte ich zusammen und machte mich Richtung Tor davon. In diesen Zeiten ist es besser keine engeren Freunde zu finden. Den bevor man sich versieht, kreischen sie und versuchen einem ins Gesicht zu beißen.


    Am Tor traf ich nochmal Dimitri der mir noch zwei andere vorstellte. Ich hatte so nen Kater das mein Kopf fast explodierte. Ich überspielte den Kater aber gut. Jedenfalls hörte ich noch diesen Joe irgendwas mit diesem Flavio quatschen, bevor mir Dimitri das Tor öffnete.

    Zum Glück bemerkte er nicht wie kaputt ich war. Legte mich zwei Orte weiter direkt wieder in mein Auto und schlief... ...ich nahm zuerst noch nen tiefen Schluck aus der Vodkaflasche.>


    Vlad legt den Stift auf die Seite und nimmt noch nen Schluck aus der fast leeren Flasche, bevor er sich hin legt und ins Reich der Träume flüchtet.

  • R41N41R

    Hat den Titel des Themas von „Vladimir Komatschenkow - Chernarus und zurück“ zu „Vladimir K. - Chernarus und zurück“ geändert.
  • In einer Garage hat es sich Vladimir gemütlich gemacht. Sein Auto ist vollgestopft bis oben hin, mit allem möglichen Gerümpel. Deshalb liegt er mit seinem Schlafsack hinter ein paar Kartons verschanzt, so das niemand ihn durchs kleine, schmutzige Fenster sehen kann. Wieder hat er Stift und Papier gezückt.


    < Liebes Tagebuch.... ...verdammt, ich klinge wie ein Teenager-Mädchen!?


    Eines Tages wird das wer bei meiner Leiche finden. Er wird sich denken, was für ein kaputter Mensch ich gewesen bin.


    Und wenn er Glück hat, wird er vielleicht aus meinen Fehlern lernen.

    Heute war ich wieder in Nadeshda. Eigentlich wollte ich dort nur noch mehr Vodka von Dimitri kaufen, aber er angeblich nicht wach oder abwesend. Katharina sagt das zumindest. Ich allerdings habe sie schon durchschaut.


    Sie wollte mir wohl keinen Vodka verkaufen, weil ich noch fahren musste. So eine Dummheit. Hätte Kohle kassieren können wenn ihr regeltreues Gewissen sie nicht gequält hätte. Wenn interessiert es den schon wenn ich mich betrunken um den nächsten Baum wickel. Hauptsache ist doch das ich mir dabei den Schädel einschlage. Dann häng ich nicht als Infizierter im Wrack fest und hindere keine Wracksammler davor den Müll aus meinem Auto zu pflücken.


    Sie hat mir auch weitere Herren am Lagerfeuer vorgestellt. Sascha, den Lagerarzt und Calium (keine Ahnung warum seine Mutter ihn so gehasst hat, das sie ihn Calium taufen liess), einen Amerikanski.


    Wieso muss ich ständig neue Leute kennen lernen? Am Ende muss ich sie doch sowieso nur umlegen, wenn sie mir schreiend, kratzend und beißend an die Kehle wollen. Man kann diese Zombies nichtmal mit würgen quälen. Entweder sie sind schon so abgemagert das man Angst hat ihnen direkt das Genick zu brechen oder sie sind so voller Wunden und Beulen das es einfach zu ekelhaft wäre.


    Zum Glück habe ich Natasha schon erlösst, bevor ihr schöner Körper und ihr hübsches Gesicht durch das Virus gezeichnet war. Trotzdem bekomme ich ihr verzerrtes Gesicht nicht mehr aus dem Kopf. Was damals extrem auffiel, war das sie besonders aggressiv reagierte wenn sie mich sah oder hörte. Dieses hinterhältige Virus versucht so wohl zu bewirken das es sich leichter ausbreiten kann. Enge Angehörige wehren sich warscheinlich einfach nicht so schnell gegen einen Infizierten. So war es bei mir aber nicht. Sobald ich sah, daß der Glanz und das Feuer in ihren schönen grünen Augen erloschen war, wusste ich das es nicht mehr sie war, die da vor mir stand. Es fiel mir nicht schwer, dem was noch von ihr übrig war, ins Gesicht zu schießen.

    Jedenfalls musste ich noch zu einer Händlerin an der Südküste weiter und...

    (die Schrift wird zitrig und unleserlich)>


    Vlad erschrickt und nimmt einen tiefen Schluck aus seiner viertel gefüllten Vodkaflasche und legt sie wie einen Schatz neben sich in den Schlafsack.


    <Gute Nacht du verfluchtes "Land der Freiheit" Chernarus!>

  • Vlad sitzt am Reifen seiner alten rostigen Volga und genießt (so wie er es ständig macht) einen kleinen Schluck Vodka.


    <Verdammt, Dimitris Vodka ist so gut. Liegt das an Victors Kartoffeln? Oder vielleicht an dem Ort an dem er gebrannt wurde? Nadeshda war vor TagZ bestimmt ein wunderschönes Plätzchen an dem viele Reisende pausiert haben. Viele Menschen lernten sich dort kennen und verbrachten ihre Abende zusammen am Lagerfeuer.

    Genau solche Orte meide ich inzwischen eigentlich. Da sitz man beisammen wie die Karnickel im Käfig. Kein Wunder das sich Krankheiten wie "Das Virus" ausbreiteten.

    Wir Menschen sind schon eine selten dämliche Spezies. Wir lernen nicht aus unseren Fehlern.

    Anfangs liefen alle, die Anzeichen hatten, sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus. Als die ersten in den überfüllten Wartebereichen die Kontrolle verloren, war ich schon aus der Stadt geflüchtet und nur durch Zufall begegnete ich der Armee.

    Die Pflicht zur Ehre Mütterchen Russland zu dienen setzten sie mit ihren AKs durch.

    Ich wollte eigentlich auf den alten Bauernhof meiner Babuschka, fern ab von anderen Menschen. Dort hätte ich die nächsten Paar Jahre gewartet bis die meisten Infizierten verreckt wären.

    Hätte Natasha auf mich gehört wäre sie bei mir gewesen. Aber sie musste ja helfen, anstatt mit mir zu flüchten. Ich liebte ihre hilfsbereite Art. Sie war wie ein Engel als ich damals nach dem Unfall in der Notaufnahme ankam. Ich wusste sofort das ich sie eines Tages heiraten wollte.

    Das ist nun alles Vergangenheit. Doch immer wieder plagt mich der Gedanke das ich sie einfach nicht zur Arbeit ins Krankenhaus hätte gehen lassen sollen. Die Berichte aus Chernarus waren eindeutig. Keine Überlebenschance wenn man erstmal infiziert war. Aber es musste wohl so kommen wie es kam. Sie musste zum Glück nicht leiden. Ein Kopfschuss ist zwar kein schöner aber ein schneller Tod.

    Egal, das ist nun Vergangenheit! Viel wichtiger ist nun das ich wieder auf einem Haufen Menschen sitze. Die denken sie schützen sich gegenseitig, dabei bringen sie sich in Gefahr. Sitzen dicht an dicht wie die fickenden Karnickel aufeinander! Ich möchte ihnen helfen aber mein Instinkt sagt mir das ich das weite suchen sollte.

    Zurück in die Hütte in der ich angefangen habe mich einzurichten. Genug Platz um im nächsten Jahr anzubauen und mich zu versorgen. Natasha hätte nur den Kopf geschüttelt und gesagt: "Vlad, du denkst wieder nur an dich! Du kannst nicht der ganzen Welt dein Genie entziehen!"

    Ich habe ihr lächelndes, gutherziges, Gesicht im Geist vor Augen. Ok, ich werde den Leuten helfen soweit ich kann, aber von außen ist es ein deutlich sichereres Gefühl.

    Deshalb werde ich täglich nach dem Rechten sehen.

    Und wenn dann eines Nachts die Seuche den ersten in ihren Schlafsäcken erwischt und er die anderen angeknabbert hat, komm ich um sie alle zu erlösen und auf einen Scheiterhaufen aufzuschlichten. Ich werde mich dann daran von aussen wärmen und der Vodka sorgt für die innere Flamme!>

    *Vladimir entkommt ein kichern was in ein ernstes glucksen übergeht*

    <Bzgl. des Vodkas, habe ich vorgesorgt. Da es schon Herbst ist, kann ich nicht mehr viel anbauen, also wird der Winter hart. Ich werde viel unterwegs sein müssen um für Nahrung zu sorgen. Die 10 Flaschen welche ich von Dimitri gekauft habe, werden mir ne weile reichen.

    Ich frag mich immer noch ob er mir absichtlich mehr als 10 hinlegte oder es einfach nicht bemerkte als ich sie schnell verstaute.

    Mein schlechtes Gewissen lässt sich allerdings durch einen guten Schluck davon beruhigen.>


    Vladimir steigt ins Auto und stellt seinen Sitz ganz weit hinter und deckt sich mit einem schmutzigen Schlafsack zu. Noch zwei schlücke vom Vodka und schon reist er ins Land der Träume.

  • In seinem kleinen Haus am Waldrand liegt Vladimir in einem Schlafsack eingemurmelt.


    <Jetzt hat es mich doch erwischt. Ich lieg hier und werde wohl sterben. *Vlad kichert in sich hinein* Na zum Glück hab ich genügen Vorräte angehäuft um nicht hungrig und trocken zu verrecken!

    Die Nase läuft, der Hals kratzt und der Husten lässt mich nicht zur Ruhe kommen. Seit zwei Tagen lieg ich flach und schafe es nur noch bis zum Vorratsschrank und zurück. Natasha hätte mich ausgelacht und es als Männergrippe bezeichnet aber ich weiß das es wohl eine besonders böse Art von Virus ist. Ich werde es wohl überleben aber zu welchem Preis?

    Ich hatte so viel vor diese Tage. Die eingebaute Türe klappt immer noch bei jedem Windstoß auf. Ein Schloss könnte ich verdammt gut gebrauchen. Und wenn es nur ein Vorhänge-Fahrradschloss wäre. Durch die Fenster zieht es so heftig. Zum Glück hab ich mir diesen mega guten Schlafsack von der Händlerin geholt.

    Hab mir schon überlegt ob ich versuche diesen Sasha oder Raul über Funk zu erreichen, aber ich bin früher auch nicht bei jeder Erkältung zum Arzt gerannt. Letztendlich kann es nur eine Influenza sein. Wäre es anders, würde ich schon Hirntod durchs Zimmer wandern.

    Die einzige Medizin die da hilft, ist Vodka, der hilft immer!>


    Vladimir Komatschenkow legt Zettel und Stift bei Seite und nuckelt an einer Vodkaflasche.

    Bunte Blätter wehen durch ein kaputtes Fenster...

    ... Vladimirs Lippen pressen ein Lächeln hervor das in ein verzweifelt, zitterndes weinen übergeht.

  • Vladimir sitzt auf seinem kleinen Hof an einem grossen Holztisch. Dieser steht neben einem kleinen Feld auf dem viele Paprikapflänzchen wachsen.

    Er genießt die Sonnenstrahlen dieses goldenen Herbstes. Um ihn herum erstrahlt die Natur in bunten Blättern an den Bäumen und langem Grass um sein Anwesen herum.

    Er schreibt in sein Notizbuch.


    <Das Leben hier ist wundervoll. Mir fehlt es eigentlich an nichts. Ich habe Fleisch, Marmeladen, Konserven, getrocknete Früchte und Pilze.

    Besser könnte es nicht laufen. Auch die Munition ist endlich nicht mehr knapp. Das einzige was ich momentan brauchen könnte wäre eine bequemere Art an Trinkwasser zu kommen. Momentan hab ich ein grosses Fass was ich immer wieder auffülle in Grishino. Aber das ich nicht ganz ungefährlich. Zum einen ist der Ort immer noch mit seinen ehemaligen Bewohnern überfüllt und zum anderen wird es das Dorf noch von irgend welchen Streitkräften mit diesem verdammten Giftgas beschossen.


    Ich müsste mir hier einen Brunnen graben. Der Boden ist recht weich und das Grass sehr saftig. Ich kann mir gut vorstellen das der Grundwasserspiegel hier nicht sehr tief ist.

    Allerdings hab ich noch nie einen Brunnen gegraben. Vielleicht kennt sich jemand in Nadeshda damit aus. Da muss ich sowieso wieder mal hin um zu schauen ob sie noch leben. Vielleicht hab ich Glück und ich kann sie dann erlösen und noch mehr Vorräte aufstocken. Dort stehen ja einige Autos und LKWs rum die ich dann mit allem brauchbarem beladen könnte.


    Neulich bin ich auf das Lager von Sergej und seinem Lover gestoßen. Hab dort eine Nachricht hinterlassen. Bin ihnen dann tatsächlich mal auf dem Heimweg begegnet und habe am Auto erkannt das es ihr Lager sein musste. Die haben sich auf dumm gestellt. Sie wollen wohl nicht das jemand weiß das sie dort wohnen. So schmutzig wie es dort war ist das auch kein Wunder. Hab ihnen Waschpulver angeboten aber sie wollen lieber schmutzig rum laufen. Hab leider kein Deodorant gefunden, sonst hätte ich ihnen das wohl geschenkt. Von Körperhygiene halten die Jungs wohl nichts.

    Sie haben mir erzählt das sie von Dimitri Koks bekommen haben und er ihnen was von einer Aservatenkammer erzählt hat. Wir drei wollten da mal hin. Da wird es hoffentlich auch noch andere gute Sachen geben. Ich hoffe die Jungs melden sich bald, sonst muss ich doch noch überprüfen ob sie schon alleine dort waren.

    Ich genug Munition gesammelt um mit allem was sich mir entgegenstellt fertig zu werden.

    Und ich merke das es mir gut tut nicht mehr ganz so viel Vodka zu trinken. Ich hatte schon Probleme wenn ich dran gedacht hab das er bald alle sei. Hab jetzt mal ein paar Tage ausgesetzt und nur langsam und wenig wieder getrunken. Auch in meinem Kopf sind diese dunklen Wolken wieder verschwunden und ich lebe wieder in die Zukunft und hänge nicht mehr so heftig in der Vergangenheit.

    Gestern bin ich zufällig Raul Bodrow begegnet.

    Hab ihm dann begleitet zu einer alten Miene im Norden. Haben aber leider nichts brauchbares gefunden. Aber ich denke es war ganz gut das wir uns gegenseitig Deckung gegeben haben.

    Auf dem Weg zurück in den Süden hab ich ihn dann zu mir eingeladen und ihm gezeigt was russische Gastfreundschaft bedeutet.

    Ich hoffe er hat sich wohl gefühlt. Es war schön seiner tiefen ruhigen Stimme zu lauschen.

    Und natürlich wäre es auch wichtig, durch ihn, die Beziehung zum Sonnenhof zu verbessern. Die haben da tatsächlich noch Tabak. Und ab und zu wäre es schön bei einer Zigarre oder einer Pfeiffe zu sitzen und den Abend ausklingen zu lassen.

    Ich muss jetzt diese verdammten Käfer von meinen Pflanzen entfernen.>


    Vladimir stapft fluchend rüber zum Feld und pflückt einzeln Schädlinge von seinen Pflanzen.

    Er zerdrückt sie zwischen seinen Fingern und legt die toten Käfer wie kleine Trophäen fein säuberlich in eine Reihe auf den Holztisch.